Sonntag, 3. August 2014

Von Ravensburg über Frankreich nach München...

So, hallo zusammen!

Nachdem das Ravensburger Rutenfest hinter und eine Woche Radfahr-Urlaub vor mir liegt, möchte ich mich gerne bei euch mit einem Update melden.

Letzte Woche Donnerstag war ich in München bei Dr. Fischer - es war wahrscheinlich der kürzestes Arzttermin aller Zeiten.

Das ist zum einen der guten Orga in der Praxis geschuldet (danke dafür!), im wesentlichen aber auch, dass es mir einfach blendend geht.

Zusammengefasst sind alle Parameter konstant auf hohem Niveau. Meinen Lufu-Ausdruck finde ich gerade nicht, FEV1 war aber bei rund 82%.

Mein Arzt war sogar neidisch, als ich ihm von meinen ganzen Radtouren erzählt habe ;-))

Mein Highlight, von dem ich berichtet habe, möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten.

Ich hatte ja schon angedeutet, dass ich in Frankreich (Lourdes) war. Von dort habe ich das 'Abenteuer' gewagt, den Col du Tourmalet zu befahren.

Wer ihn nicht kennt: Der Tourmalet ist der höchste Pyrenäen-Pass (2.115m) auf französischer Seite und wurde bereits knapp 80 mal von der Tour de France befahren.

Der Pass ist in der 'Hors Catégorie' eingestuft und gehört damit zu den schwersten Bergen der Tour de France.
Ich bin die Westauffahrt von Luc-Saint-Saveur aus gefahren. Bis dahin hatte ich mich 32km und rund 500Hm warmgeradelt.

Der Aufstieg selbst beträgt knapp 1.400Hm und verteilt sich auf etwa 18km. Somit liegt die durchschnittliche Steigung bei etwa 8%.

Das Höhenprofil meiner Fahrt sah wie folgt aus:

Die erste Hälfte der Auffahrt ging noch ganz flüssig voran, ich habe auf den 9km drei Pausen gemacht.

Die zweite Hälfte war dann wirklich brutal. Ich musste unzählige Pausen machen und wurde entsprechend von x Fahrer überholt (ihr glaubt gar nicht, wieviel da los war!!).

Am Ende habe ich es aber geschafft und die 18km in rund 2:25 Stunden bewältigt!!! (Ich war sogar vor der Frau mit dem E-Bike oben *fg*).



Das war eine wahnsinnig geniale Erfahrung, diesen ehrwürdigen Berg zu befahren und auch wirklich zu schaffen.


Ich erinnere mich noch an die vergangenen Jahre, als ich die Tour de France geschaut habe und mich bei dem Namen 'Tourmalet' immer dachte, "sowas würde ich auch gerne schaffen"... Ein paar Jahre später - bääääääääm!!

Das der Tross der Tour de France zwei Tage später den Aufstieg in rund 50 Minuten geschafft hat, soll meine Leistung nicht schmälern ;-))

Die 50km Heimweg waren dann ganz gut zu fahren, wobei die Welle am Ende nochmal in den Beinen gezwickt hat.

Insgesamt habe ich an dem Tag 102,44km mit 2.110Hm in 6:04 Stunden (reine Fahrtzeit) zurückgelegt.

Die Erfahrung hat Lust auf mehr gemacht, so dass ich mir vornehme auch die anderen "großen" Pässe der Tour de France zu befahren:

- L'Alpe d'Huez
- Mont Ventoux
- Col d'Aubisque
- Col du Galbibier

um nur ein paar davon zu nennen.

***

Ab morgen steht aber erst einmal ein 5-Tage-Urlaub mit dem Rennrad an.

Wir fahren von Kressbronn am Bodensee nach Nesselwang im Allgäu, von dort aus zwei Tagestouren und am Freitag wieder zurück nach Kressbronn.

Es erwarten mich die nächsten Tage 3.900Hm verteilt auf 436km. Am Dienstag ist die "Königsetappe" mit 130km und 1.200Hm.

Die Höhenmeter schocken mich dabei natürlich nicht ;-)) Da ich aber noch nie 130km geradelt bin, wird die Etappe eine richtige Herausforderung.

Aber - "geht nicht, gibt's nicht" und "Aufgeben" habe ich auch aus meinem Wortschatz gestrichen :-)))

Insofern - ich wünsche euch allen eine tolle Woche.

Bis bald,

xoxo
Danny







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen